Schützenverein Wengern-Trienendorf 1935 e.V.

Im Jahre 1935 fanden sich Freund und Nachbarn zur sportlichen Betätigung, zur Pflege der Geselligkeit und der Nachbarschaft zusammen und gründeten im damals mit nur 17 Kotten und Wohnhäusern bebauten Trienendorf den „Kleinkaliber-Schieß-Club Wengern Trienendorf“. Schon bald wurde ein zweibahniger Schießstand errichtet, mit der s.Zt. üblichen Deckung und Kellenanzeige. Für den Bauschein waren 2,50 Reichsmark zu zahlen. Organisatorisch gehörte der Verein dem Unterbezirk Ruhr an, in dem schöne sportliche Erfolge erzielt werden konnten. Als Folge des Krieges ruhte ab 1945 der Schießbetrieb.

Ein neuer Anfang wurde 1950 gemacht. Zunächst waren nur Sportgewehre mit glatten, also nicht gezogenen, Läufen zugelassen. Das erste Königsschießen fand 1953 statt. Der Verein, der die Gründung des Schützenkreises Witten mit bewirkt hatte, war in diesen bei den Meisterschafften sehr erfolgreich. Die LG- und KK-Wettbewerbe sahen jeweils 15 Schuss vor. Ab dem Jahre 1956 konnte wieder auf einem eigenem vierbahnigen KK-Stand geschossen werden, der 1958 Scheiben-Zuganlagen erhielt. Im selben Jahr schloss sich der Verein dem Schützenkreis Hagen/Ennepe-Ruhr an.

1962 fand eine Gruppe von Bogenschützen zum Verein. In der Folgezeit konnten sich Mitglieder der Bogenabteilung hervorragen platzieren. Dreimal wurde bei den Deutschen Meisterschafften der 1. Platz belegt. Viele Mitglieder errangen FITA-Sterne. Neben dem Bogenschießen nach FITA-Regeln wird seit über zehn Jahren mit Jagdbögen auf naturgetreue Tierscheiben geschossen. Die Jagdbogenturniere, die seit 1984 jeweils am ersten Sonntag im November ausgetragen werden, erfreuen sich immer wieder einer sehr guten Beteiligung auch aus dem nahen Ausland.

1971 wurde das Schützenhaus mit acht LG-Ständen, 1985 mit fünf Ständen für das Sportpistolenschießen fertiggestellt. Auf dem vereinseigenen Gelände wurde auf der 50m-Bahn auch eine Anlage für das Schießen mit der Scheibenpistole eingerichtet. Die Sportliche Bilanz ist erfreulich. So wurden z.B. nach 1950 bei Kreis-, Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften in den Einzelwettbewerben über 200mal Platz 1 belegt.

Nach 1960 hat das Trienendorf eine umfangreiche Bebauung erfahren, die noch nicht abgeschlossen ist. Viele der neuen Bürger haben sich in den vergangenen Jahren dem Verein angeschlossen. Die Zielsetzung, die im Gründungsjahr 1935 Nachbarn und Freunde zusammenführte, sind unverändert gültig. Dies wird immer wieder deutlich im sportlichen Bereich, bei geselligen Veranstaltungen, besonders bei den Schützenfesten und auch durch das gute Einvernehmen mit Bürgern, die neben dem Schießgelände wohnen.